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KREISVERBAND JETZT MIT "DOPPELSPITZE"

Jahresmitgliederversammlung wählte neuen Vorstand

Heinz Michael Merkel und Wiltrud Wagenbach Tanrikulu

Unser Kreisverband wird im kommenden Jahr 10 Jahre alt. In seinem Rechenschaftsbericht in der jüngsten Jahresmitgliederversammlung verbuchte der Kreisvorstand auf der positven Seite seiner Bilanz, dass es gelungen ist, trotz schwieriger Rahmenbedingungen im eher konservativen Main-Taunus-Kreis Parteistrukturen zu schaffen, die zwar gegenwärtig immer noch auf einer relativ schmalen personellen Basis stehen, sich aber durch Kontinuität und Regelmäßigkeit in der Arbeit auszeichnen.
 

Gute Ergebnisse bei den letzten Kommunalwahlen wurden vor allem dort erzielt, wo die LINKE vor Ort organisiert, personell in den Gremien bereits vertreten war und die aktiven Mitglieder persönlich bekannt sind. In Eschborn (6,5 %), Hochheim (6,2 %) und der Kreisstadt Hofheim (5,8 %) ist die Partei jetzt in Fraktionsstärke in den Stadtverordnetenversammlungen vertreten. Jeweils auch einen Sitz im Magistrat hat die LINKE in Eschborn und in Hofheim.
 

Auch auf Kreisebene konnte das Ergebnis verbessert werden. Dort hat die linke Wählergemein-schaft 3,8 Prozent erzielt und sitzt mit 3 Abgeordneten im Kreistag. Zusätzlich ist DIE LINKE mit einen Kreisbeigeordneten im Kreisausschuß vertreten, da sich aufgrund der Zahl der aktuell anwesenden Abgeordneten in der konstiuierenden Sitzung des Kreistages die Stimmenverhältnisse bei der Wahl der „Kreisregierung“ zu Gunsten der LINKEN verändert hatten.
 

Bei Kreistagswahlen will die DIE LINKE zukünftig allerdings mit einer (offenen) Parteiliste antreten und nicht mehr - wie bisher – mit Einzelpersonen im Rahmen einer Wählerge- meinschaft (mit-) kandidieren. Dies vermeide Parallelstrukturen, die in der Öffentlichkeit irritierend wirkten und im Hinblick auf Verantwortlichkeiten und demokratische Legitimation Transparenz vermissen ließen.
 

Die Wählergemeinschaft, vor der Parteigründung (2007) entstanden, sei damals die richtige Organisationform gewesen, um an der Kommunalwahl 2006 teilnehmen zu können. Nach Konstituierung des Kreisverbandes im Jahre 2007 hatte dieser mit Rücksicht auf nicht parteigebundene Mitwirkende in der Wählergemeinschaft bei späteren Kreitagswahlen auf die Aufstellung einer eigenen Liste verzichtet.
 

Vorbereitet und durchgeführt wurden 12 Mitgliederversammlungen und Info-Treffs. Hinzu kommen noch 2 Sommerfeste und zwei Jahresabschlußfeiern. Die Mitgliederversammlungen bzw. Info-Treffs hatten z. T. inhaltliche Schwerpunktthemen und wurden z. T. auch als öffentliche Verans-taltungen durchgeführt:
 

Bei der Neuwahl des Vorstandes hat der Kreisverband sich für das Modell einer Doppelspitze entschieden. Heinz Michael Merkel, der seit Gründung des Kreisverbandes vor fast einen Jahrzehnt an dessen Spitze stand, hatte infolge „Ämterhäufung“ um Entlastung von Aufgaben gebeten. Er vetritt die LINKE als Fraktionsvorsitzender in der Hochheimer Stadtverordneten- versammlung und ist ehrenamtlicher Kreisbeigeordneter des Main-Taunus Kreises.
 

Er war allerdings bereit, im Rahmen einer Doppelspitze ein weiters Mal für den Vorsitz zu kandidieren und teilt sich diesen jetzt mit Wiltrud Wagenbach-Tanrikulu, Stadträtin in Hofheim und im Vorstand des LINKE-Orstverbands Hofheim. Wiedergewählt wurde Manuel Holl (Hofheim) als Schatzmeister. Dem sechsköpfigen Vorstand gehören des weiteren Schriftführer Lutz Schneider Hartmann (Hattersheim) sowie Felix Kronewirth und Johannes Wagenbach (beide Hofheim) an.
 

Neben den Herausforderungen durch die Bundestagswahl 2017 und die Hessenwahl 2018 will sich der neue Kreisvorstand um eine Intensivierung der Mitgliederbetreuung, die Förderung der politischen Grundsatzdiskussion und parteiinternen Bildungsarbeit und eine stärkere Verankerung in den Städten und Gemeinden bemühen. Ein guter Ansatz ist der im Aufbau befindliche weitere Ortsverband in Hattersheim. Auch wenn im letzten Jahr erfreulicher- weise verstärkt jüngere Leute eingetreten seien müsse der Kreisverband „jünger und weiblicher“ werden.